Öffentliche Stellungnahmen


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28.08.2020

Gemeinsam Stärke zeigen - LRK Auftaktveranstaltung an der Flensburger Förde

Flensburg, 28.08.2020 – Zur ersten regulären Sitzung nach der Wahl zum Vorsitzenden der Landesrektorenkonferenz lud Flensburgs Hochschulpräsident Dr. Christoph Jansen seine Kolleginnen und Kollegen der neun staatlichen Universitäten, Fachhochschulen und künstlerischen Hochschulen sowie die vier staatlich anerkannten Fachhochschulen Schleswig-Holsteins am Nachmittag zur Auftaktsitzung an die Flensburger Förde ein. Wichtige Themen standen dabei auf der heutigen Agenda.

Die Landerektorenkonferenz spricht sich unter anderem für ein abgestimmtes Vorgehen bei der Umsetzung der Ausbildungsreform in den Gesundheits- und Pflegeberufen aus. Auf Landes- und Bundesebene will man sich für eine Finanzierung zur Akademisierung der Gesundheits-und Pflegeberufe stark machen.

„Die bereits angestoßenen Planungen an den Standorten Kiel, Flensburg, Heide und Lübeck signalisieren, dass die schleswig-holsteinischen Hochschulen bereit sind, die Akademisierung im Gesundheits- und Pflegebereich geeignet zu unterstützen“, so Jansen. Da aber eine Ausfinanzierung weder über die Mittel des laufenden Haushaltes noch durch das aktuell befindliche Bund-Länderprogramm „Zukunftsvertrag Studium und Lehre gestalten“ darstellbar sei, bedürfe es zusätzlicher Mittel, sagte der LRK Vorsitzende. Deshalb werde man einen über die LRK gesteuerte Arbeitsgruppe einrichten, um eine gemeinsame Stellungnahme für die Landesregierung vorzubereiten. Ziel ist eine gemeinsame Vorgehensweise und das Einwerben zusätzlicher Mittel für die Akademisierung der Gesundheits- und Pflegeberufe.

Ein weiterer wichtiger Tagesordnungspunkt war das Positionspapier der Landesrektorenkonferenz zur kommenden Förderperiode des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) 2012-2027. Darin begrüßen die Hochschulen des Landes Schleswig-Holstein das Ziel, im Rahmen dieses Programms die Forschungs- und Wissenschaftseinrichtungen als einen Motor für die Innovation und wirtschaftliches Entwicklung einzubeziehen. Zum Hintergrund: Der Europäische Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) soll durch die Beseitigung von Ungleichheiten zwischen den verschiedenen europäischen Regionen den wirtschaftlichen und sozialen Zusammenhalt in der EU stärken.
In der aktuellen und den vergangenen Programmperioden haben die Hochschulen in unterschiedlichen Formaten und Ausrichtungen die Ziele und Prioritäten des EFRE-Förderprogramms mit Maßnahmen umgesetzt und haben in ihrer Funktion als Akteure im Innovationssystem durch die Finanzierung von Maßnahmen eine Stärkung erfahren. Gerade mit Blick auf die Höhe des zu erwartenden Fördervolumens unterstützt die LRK den Ansatz einer erhöhten Fokussierung auf Maßnahmen mit einer Hebelwirkung sowie die Nutzung weiterer Ko-Finanzierungsquellen außerhalb des Landeshaushaltes und des EFRE. Hierzu gehöre insbesondere ein sinnvoller finanzieller Mechanismus, der es den Hochschulen ermöglicht, sich bei einer Ko-Finanzierung insbesondere auch an den nicht-investiven Maßnahmen zu beteiligen. Die Präsidentinnen und Präsidenten der Hochschulen waren sich allerdings am Nachmittag darüber einig, dass eine angestrebte EFRE Ko-Finanzierungsrate von 60% zu hoch ge-griffen sei. Wenn dieses so bleibe, werde es künftig für die Hochschulen im Land schwierig, sich weiterhin an EFRE-Projekten zu beteiligen. „In einem Land wie Schleswig-Holstein mit wenig kapitalstarken Unternehmen ist die durch die Hochschulen in gemeinsamen Projekten zu leistende Einbindung einzelner Unternehmen vor dem Hintergrund der auf beiden Seiten administrativen und finanziellen Kapazitäten ein Engpass für die Maßnahmengenerierung und Umsetzung. Hier wäre es in einer zukünftigen Förderstruktur notwendig, den wirtschaftlichen Partnern über bereit-gestellte Kooperationsplattformen oder ähnlichem, den Zugang zu Projekten mit den Hochschulen zu erleichtern, um diese überhaupt möglich zu machen“, so Jansen.


Ferner sprach sich die Landesrektorenkonferenz für ein abgestimmtes Vorgehen bei der Umsetzung der Entwicklung der Wasserstofftechnologie aus. Schleswig-Holstein als Land zwischen den Meeren solle auf diesem Forschungsgebiet eine Führungsrolle national und international einnehmen, so der LRK- Vorsitzende Dr. Christoph Jansen abschließend.

 28.08.2020 Medieninformation LRK_ Gemeinsam Stärke zeigen_LRK Auftaktveranstaltung an der Flensburger Förde.pdf


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